Genua - 25.10.2014

Voller Vorfreude starten wir mit unserm Auto sehr früh am Morgen von München in Richtung Genua. Die Fahrt verläuft ohne Stau und so erreichen wir gegen 8:30 Uhr Bozen. Dort legen wir einen kurzen Tankstop ein und gönnen uns ein kleines Frühstück direkt in Autobahnnähe.

Gestärkt geht es weiter. Vorbei an Trento und dem Gardasee. Hier sind bereits mehr Menschen unterwegs, viele mit Münchener Kennzeichen.


Südlich des Gardasees biegen wir kurz vor Brescia auf die A21 Richtung Süden ab. Hier wird es deutlich verkehrsärmer und die Straße ist fast schnurgerade.

Die Landschaft im Piemont entlang der Autobahn wirkt auf uns ziemlich monoton. Kaum passieren wir aber die ligurische Grenze, wird die Umgebung bergiger und die Straße kurvenreicher. Manchmal meint man sogar, sich auf keiner Autobahn mehr zu befinden.


So dauert die relativ kurze Wegstrecke hinab nach Genua noch einige Zeit. Gegen Mittag kommen wir an und finden dank einer guten Wegbeschreibung für Genua sehr schnell unser Hotel, das NH Genova Marina, direkt am alten Hafen.

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Wir parken unseren PKW für € 20,-/Tag in der Hoteltiefgarage und beziehen unser 25 qm großes Familienzimmer, von dem aus wir eine tolle Aussicht auf den alten Hafen haben. Im Hintergrund können wir sogar eine MSC erspähen.

Nach einer kurzen Pause machen wir uns auf, Genua zu erkunden. Um einen Überblick zu gewinnen, kaufen wir uns Tickets für den HopOn - HopOff - Bus, der fast direkt vor dem Hotel abfährt.


Uns gefällt Genua ausgesprochen gut. Man merkt der Stadt an, dass sie eine Hafenstadt ist. Sie hat einen leicht morbiden Charme.


Man findet einige fliegende Händler, die einem diverse Dinge andrehen wollen. Entgegen der Erzählungen halten sich diese aber erstaunlicherweise zurück.

Anschließend schlendern wir noch etwas durch die Gassen und machen uns langsam auf den Rückweg zum Hotel.

Wir wählen eine Gasse, die uns laut Stadtplan auf direktem Weg in Richtung Hafen führt. Ich bin so vertieft in die Karte, dass ich nicht bemerke, wie die Straße immer enger, dunkler und einsamer wird.

Bis mein Mann meint, wir sollten wohl etwas schneller hier wieder raus kommen.

Um uns herum sehe ich nur vereinzelte "ältere Damen". Wenige unterhalten sich mit Männern. Wir sind wohl im Schmuddel-Rotlichtbereich Genuas gelandet. 


Zurück macht keinen Sinn und so legen wir zur Verwunderung unseres Sohnes einen Zahn zu, biegen um die nächste Ecke und befinden uns 50 Meter weiter auf einem belebten Platz mit einem Café, in dem sich Mütter mit Kindern tummeln.

Wir haben dazu gelernt: in Genua sollte man genau hinschauen, in welche Gasse man einbiegt.

Zusätzlich dürfen wir noch Aufklärungsunterricht leisten und unserem Sohn erklären, was plötzlich los war. So hört das behütete Münchner Kind zum ersten Mal von Prostitution.

Nachdem wir uns noch ein Eis und einen Kaffee am alten Hafen gönnen, ruhen wir uns kurz im Hotel aus. 


Am Abend gehen wir in der Trattoria Vegia Zena in der Nähe des Porto Antico essen. Das Lokal ist besonders wegen seiner ligurischen Küche und den Fischgerichten beliebt und überzeugt auch uns.

 

Ein anstrengender, aber schöner Tag geht zu Ende und wir sinken müde und erschöpft in unsere Kissen. Wir sind schon gespannt auf die riesige MSC Splendida (1637 Kabinen). Wie wird sie wohl im Vergleich mit der Mein Schiff 1, die wir bereits letztes Jahr kennengelernt haben, abschneiden?